Pair Programming ohne gleichzeitig am gleichen Ort zu sein? Mit Gobby ist das kein Problem mehr: der kollaborative Texteditor auf GTK-2-Basis, gobby, verbindet Entwickler unabhängig von ihrem geographischen Standort nicht nur mittels Chatfenster im Editor. Er verbindet Programmierer über passwortgeschützte Sessions und ermöglicht gleichtzeitiges Arbeiten an Dokumenten oder unterstützt die Syncronisation bei Bedarf. Brot-und-Butter-Features wie Syntaxhighlighting oder Drag-n-Drop von Dokumenten in die Oberfläche sind ebenso an Board wie Unicode-Support und Cross-Platform-Kompatibilität.
Gobby gibts kostenlos unter http://gobby.0×539.de/trac/
Jeder kennt Sie, die meisten mögen Sie nicht, aber nötig sind sie alle Mal: sogenannte Captcha-Bildchen, die mittlerweile überall Einsatz finden, wo es dem geneigten Surfer ermöglicht wird, ohne vorherige Authentifizierung mittels Benutzername/Passwort, seinen Senf zu hinterlassen. Der Sinn erschließt sich jedem schnell, der selbst einmal ein solches Formular im Netz angeboten hat: das Captcha soll einfach verhindern, dass maschinell Gästebücher, Foren oder Ähnliches vollgespammt werden.
Ein Projekt der Carnegie Mellon University verbindet jetzt das für den Nutzer lästige mit dem Nützlichen: Bei deren “reCaptcha” wird nämlich statt eines einzugebenden Zufallswortes, wie bei Captcha bisher üblich, einfach zwei Worte aus einem eingescannten Buch eingeblendet. Nach korrekter Eingabe der Worte hat man sich nicht nur als Mensch und Nichtspammer ausgewiesen, sondern gleich noch zwei Worte digitalisiert. Ich finde: eine einfach gute Idee.
reCaptcha bietet sein System als Plugin in diversen Programmiersprachen kostenlos und als OpenSource zum einbinden in die eigene Website an.
Wer sich schon immer gefragt hat, was dieses Web2.0 eigentlich ist, dem sei folgendes Video empfohlen. Es erklärt nämlich nicht ganz ohne künstlerischen und anthropologischen Anspruch den neuen Hype um das “alte” Internet. Gerade deshalb vielleicht auch interessant für Solche, denen das Wort Web2.0 mittlerweile schon zum Hals raushängt
Wie ich eben lesen muss, hat die Verlagsgruppe Holtzbrinck zu der auch Handelsblatt und die Zeit gehören, heute 100% Anteile am bekannten Studentennetzwerk StudiVZ erworben. Dabei soll sich die Gruppe laut Spiegel online mit ihrem Angebot von 100 Millionen Euro gegen mindestens einen Konkurrenten durchgesetzt haben. Angeblich soll sich der Springer-Verlag in letzter Minute mit einem Angebot über 120 Millionen Euro nicht durchgesetzt haben. Damit reiht sich Holtzbrinck, die bereits vorher zu Kapitalgebern von StudiVZ gehörten, neben Google (1,35 Mrd $ für Youtube) oder der Rupert Murdoch News Corp (580 Mill. $ für MySpace.com) in die Reihe der Web2.0-Großinvestoren ein. Dabei scheinen die letzten Vorwürfe gegen das StudiVZ wegen Datenschutzlücken bzw. angeblichen Abkupferns beim US-Konkurrenten Facebook.com keine Rolle gespielt haben.
Laut Spiegel soll sich die Investition vorwiegend mit Werbung refinanzieren, allerdings liest man im Blog des Social-Networking-Dienstes, dass keine persönlichen Daten der Nutzer weitergegeben werden sollen; auch nicht innerhalb der Holtzbrinck-Gruppe. In Anbetracht dessen, dass gerade diese Nutzerinformationen aber für potentielle Werber und deren personalisierte Werbung äussert interessant sind, bleibt abzuwarten, inwiefern das StudiVZ an dieser Erklärung festhalten wird.
- Offizielle Information an die Nutzer im StudiVZ-Blog
- Artikel im SpiegelArchiv zum Thema StudiVZ