StudiVZ von Holtzbrinck übernommen
3 01 2007 Wie ich eben lesen muss, hat die Verlagsgruppe Holtzbrinck zu der auch Handelsblatt und die Zeit gehören, heute 100% Anteile am bekannten Studentennetzwerk StudiVZ erworben. Dabei soll sich die Gruppe laut Spiegel online mit ihrem Angebot von 100 Millionen Euro gegen mindestens einen Konkurrenten durchgesetzt haben. Angeblich soll sich der Springer-Verlag in letzter Minute mit einem Angebot über 120 Millionen Euro nicht durchgesetzt haben. Damit reiht sich Holtzbrinck, die bereits vorher zu Kapitalgebern von StudiVZ gehörten, neben Google (1,35 Mrd $ für Youtube) oder der Rupert Murdoch News Corp (580 Mill. $ für MySpace.com) in die Reihe der Web2.0-Großinvestoren ein. Dabei scheinen die letzten Vorwürfe gegen das StudiVZ wegen Datenschutzlücken bzw. angeblichen Abkupferns beim US-Konkurrenten Facebook.com keine Rolle gespielt haben.
Laut Spiegel soll sich die Investition vorwiegend mit Werbung refinanzieren, allerdings liest man im Blog des Social-Networking-Dienstes, dass keine persönlichen Daten der Nutzer weitergegeben werden sollen; auch nicht innerhalb der Holtzbrinck-Gruppe. In Anbetracht dessen, dass gerade diese Nutzerinformationen aber für potentielle Werber und deren personalisierte Werbung äussert interessant sind, bleibt abzuwarten, inwiefern das StudiVZ an dieser Erklärung festhalten wird.
- Offizielle Information an die Nutzer im StudiVZ-Blog
- Artikel im SpiegelArchiv zum Thema StudiVZ
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